Russisches Museum stellt Berliner Weltkriegs-Alligator aus

Russisches Museum stellt Berliner Weltkriegs-Alligator aus

Ein Moskauer Museum stellt einen berühmten Alligator namens Saturn aus, der im Zweiten Weltkrieg aus dem Berliner Zoo ausgebrochen war und danach in Russland lebte. Ab Mitte Januar könne das ausgestopfte Tier hoffentlich bewundert werden, sagte eine Sprecherin des staatlichen Darwin-Museums der dpa. Wegen der Corona-Pandemie müssen unter anderem Museen seit November bis zum 15. Januar geschlossen bleiben.

Alligator Saturn

© dpa

Alligator Saturn schwimmt im Wasser in seinem Gehege im Moskauer Zoo.

Im Mai hatte der Moskauer Zoo bekanntgegeben, dass Saturn mit 84 Jahren an Altersschwäche gestorben war. Das 3,50 Meter lange Tier wurde den Angaben zufolge um 1936 in den USA geboren und kam danach nach Berlin. Der Alligator habe in der Bombennacht vom 23. November 1943 aus dem Zoo ausbrechen können. Er sei erst drei Jahre später zufällig von britischen Soldaten entdeckt worden. Wie er diese Zeit verbracht habe, sei ein Rätsel.
Im Juli 1946 wurde er nach Moskau transportiert, wo er 74 Jahre lang lebte. Angaben des russischen Zoos zufolge wurde danach der Mythos geboren, dass der Alligator Adolf Hitler gehört haben könnte. Darüber wurde auch vielfach in Deutschland spekuliert. «Kein Reptil im Museum hat eine so reiche Biografie», hieß es in einer Mitteilung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 15. Dezember 2020 16:38 Uhr

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