Wissenschaftsbarometer zeigt Skepsis an Corona-Forschung

Wissenschaftsbarometer zeigt Skepsis an Corona-Forschung

Für rund jeden siebten Bundesbürger (15 Prozent) gibt es nach einer repräsentativen Umfrage keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Coronavirus. Das ist ein Ergebnis des Wissenschaftsbarometers, das seit 2014 die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Wissenschaft und Forschung beleuchtet. Fast 40 Prozent der Befragten gehen darüberhinaus davon aus, dass Wissenschaftler der Bevölkerung nicht alles sagen, was sie über das Coronavirus wissen, und dass es wichtig ist, Informationen dazu auch von außerhalb der Wissenschaft zu beziehen.

Barometer zeigt Skepsis an Corona-Forschung

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Für rund jeden siebten Bundesbürger gibt es keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Coronavirus.

Für das Barometer wurden rund 1000 Erwachsene zwischen dem 3. und 9. November am Telefon befragt. «Beunruhigend ist aus unserer Sicht die relativ hohe Anzahl an Unentschiedenen und Zweifelnden», sagte Dorothee Menhart, Sprecherin der gemeinnützigen Initiative Wissenschaft im Dialog. «Dies zeigt, dass sich die Wissenschaft noch stärker bemühen muss, auch mit denjenigen ins Gespräch zu kommen, die unsicher sind.»
Zwei Drittel der Interviewten sind aber auch der Auffassung, dass Kontroversen zwischen Wissenschaftlern zu Corona hilfreich sind, damit sich die richtigen Forschungsergebnisse durchsetzen. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Frühjahr nicht verändert.
Das generelle Vertrauen in Wissenschaft und Forschung liegt in der Umfrage bei 60 Prozent. Das sind etwas weniger als im Frühjahr (April 2020: 73 Prozent, Mai 2020: 66 Prozent), aber mehr als in den Vorjahren (2019: 46 Prozent).
Förderer und Unterstützer von Wissenschaft im Dialog sind die Robert Bosch Stiftung und die Fraunhofer-Gesellschaft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 10. Dezember 2020 12:10 Uhr

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