#MeToo: Bund will Vertrauensstelle weiter fördern

#MeToo: Bund will Vertrauensstelle weiter fördern

Seit dem MeToo-Skandal gibt es in Deutschland eine Anlaufstelle für Menschen, die sexuelle Belästigung in der Filmbranche, der Fernseh- oder Theaterwelt erlebt haben. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat der Themis-Vertrauensstelle nun weitere Unterstützung zugesagt.

Monika Grütters (CDU)

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Monika Grütters (CDU), Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Auch über die dreijährige Anschubfinanzierung hinaus werde die Vertrauensstelle mit Bundesmitteln unterstützt, teilte Grütters am Dienstag mit. «Nach Ablauf der ersten Förderphase Mitte 2021 sollen nun im Anschluss erneut Bundesmittel für eine weitere Förderperiode aus dem Kulturetat hinzukommen.»
Für den Aufbau des Beratungsangebotes habe sie seit 2018 insgesamt 300 000 Euro bereitgestellt, teilte Grütters mit. Wie viel Geld darüber hinaus fließen soll und für wie lange, stand zunächst nicht fest. Die Stelle wird daneben von anderen Organisationen mitfinanziert, etwa von Rundfunkanstalten und Branchenverbänden.
In den ersten anderthalb Jahren meldeten sich bei Themis 255 Menschen. Mehr als 500 Beratungsgespräche wurden geführt, wie die Vertrauensstelle im Frühjahr bekanntgegeben hatte. Die MeToo-Bewegung setzt sich gegen sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch ein. Auslöser waren Vorwürfe gegen US-Filmproduzent Harvey Weinstein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. Dezember 2020 16:29 Uhr

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