CDU Berlin: Kritik an Entscheidung zu Treffen an Weihnachten

CDU Berlin: Kritik an Entscheidung zu Treffen an Weihnachten

Die Berliner CDU hat die Entscheidung des Berliner Senats scharf kritisiert, die Regeln für private Treffen an Weihnachten nicht zu lockern.

Berliner CDU-Vorsitzender Kai Wegner

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Kai Wegner, Vorsitzender der Berliner CDU.

«Die Fünf-Personen-Regelung über die Festtage ist unsensibel, lebensfremd und wird der Bedeutung des Weihnachtsfestes nicht gerecht», sagte der Berliner CDU-Vorsitzende, Kai Wegner, am Freitag (27. November 2020). «Ich appelliere an den Senat, für Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage auf die Linie der anderen Bundesländer einzuschwenken.»

Maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften

Der Senat hatte am Donnerstag entschieden, die zwischen Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen über die Feiertage nicht umzusetzen. In Berlin sollen sich auch über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen, Kinder im Alter bis 14 Jahren nicht mitgerechnet. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch für Treffen «im engsten Familien- oder Freundeskreis» vom 23. Dezember bis 1. Januar auf eine Obergrenze von zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren verständigt.
«Man kann zu Weihnachten besinnlich in der Familie zusammenkommen, ohne sich in den Armen zu liegen. Man muss den erlaubten Rahmen auch nicht um jeden Preis ausreizen», sagte Wegner. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien grundsätzlich richtig. Berlin müsse schnellstmöglich die hohen Ansteckungszahlen senken, um Leben zu schützen. «Der Senat ist gefordert, endlich die bestehenden Regeln in Berlin konsequent durchzusetzen und zu sanktionieren.» Wenn «wilde Zusammenkünfte» von Personen nicht unterbunden würden, sei keine Trendumkehr beim Infektionsgeschehen möglich.
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Wenn Antidepressiva nicht wirken

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Georg Pazderski (AfD): «Weihnachten wird bewusst zerstört.»

AfD-Fraktionschef Georg Pazderski warf dem Senat vor, den Menschen das Weihnachtsfest «vermiesen» zu wollen. «Mit den jetzt festgelegten Verboten wird das Familienfest für viele nahezu unmöglich gemacht», erklärte er am Freitag. «Weihnachten wird bewusst zerstört: Tränen statt Freude, Einsamkeit statt Wärme, Unverhältnismäßigkeit statt Tradition.» Das sei inakzeptabel, so Pazderski, denn: «Von einer Familie, die einen Abend zusammenkommt, geht keine Gefahr für unser Land aus. Ganz im Gegenteil: Ein schönes Weihnachtsfest ist für viele - gerade für Familien und Kinder - ein Glücksmoment, den wir in Corona-Zeiten dringend gebrauchen können.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. November 2020 14:10 Uhr

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