Auch Berlins Abgeordnete sollen Schnelltests nutzen können

Auch Berlins Abgeordnete sollen Schnelltests nutzen können

Auch die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses sollen die Möglichkeit bekommen, Corona-Schnelltests zu nutzen. Das teilte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung mit. Dabei sollen dieselben Regeln zur Anwendung kommen wie bei allen anderen Einrichtungen auch. Beabsichtigt ist, die sogenannten Antigen-Schnelltests etwa in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder der Wohnungslosenhilfe einzusetzen. Das Abgeordnetenhaus müsse festlegen, welcher Personenkreis in welchem Rhythmus getestet werden solle, sagte Matz. «Dann stellen wir entsprechend die Tests zur Verfügung.»

Martin Matz

© dpa

Martin Matz (SPD) spricht bei der Senats-Pressekonferenz.

Es sei dem Abgeordnetenhaus wichtig gewesen, dass es nicht bevorzugt werde gegenüber Einrichtungen, die es jetzt am nötigsten hätten. «Da wir aber inzwischen über genügend solcher Schnelltests verfügen, sind wir auch in der Lage, diese dem Abgeordnetenhaus zur Verfügung zu stellen für den Testrhythmus, für den Personenkreis, den das Abgeordnetenhaus selber definiert.» Dabei gehe es um kleine Größenordnungen. «In einem ersten Austausch war von 500 Tests die Rede», sagte Matz. Er könne sich aber vorstellen, dass die Zahl noch etwas höher werde.
Matz sagte, für 2020 sollten sechs Millionen Schnelltests beschafft werden, mehr als 600 000 seien bereits verfügbar. Insgesamt stehen für dieses und nächstes Jahr 71 Millionen Euro für 12,6 Millionen Schnelltests bereit. Der Antigen-Schnelltest liefert den Angaben zufolge ein Ergebnis innerhalb von rund 15 bis 30 Minuten. Die Antigen-Tests gelten allerdings als weniger genau als PCR-Tests. Laut Robert Koch-Institut muss ein positives Ergebnis im Antigen-Test immer noch einmal mit Hilfe eines PCR-Tests bestätigt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 10. November 2020 15:32 Uhr

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