Berlin nutzt Förderprogramm «Digitalpakt Schule» kaum

Berlin nutzt Förderprogramm «Digitalpakt Schule» kaum

Die Digitalisierung der Berliner Schulen geht nur schleppend voran, obwohl angesichts der Corona-Pandemie digitaler Unterricht schon bald wieder unverzichtbar werden könnte.

Schüler mit Tablet-Computer

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Ein Schüler an einem Tablet-Computer. Foto: Martin Schutt/Archiv

Aus einer Antwort auf eine Anfrage des Berliner CDU-Abgeordneten Mario Czaja an die Bildungsverwaltung geht hervor, dass in Berlin bisher nur ein kleiner Teil der Mittel aus dem milliardenschweren «Digitalpakt Schule» in Anspruch genommen wurde. «Der Senat ist weiterhin nicht in der Lage, die Berliner Schulen zu digitalisieren», kritisierte Czaja am Dienstag (10. November 2020). «Im Schnitt wurden nicht einmal sechs Prozent der Digitalisierungsmittel abgerufen.» Zuvor hatte die «Berliner Zeitung» darüber berichtet.

Höchster Wert für digitale Förderung in Charlottenburg-Wilmersdorf

So wurden etwa im Bezirk Mitte bis Ende Oktober rund 1,4 von 13,7 Millionen Euro für die bessere digitale Ausstattung der Schulen in Anspruch genommen, in Spandau rund 757 000 von 12,1 Millionen, in Pankow 1,4 von fast 18 Millionen. Am höchsten lag der Wert in Charlottenburg-Wilmersdorf mit rund 1,6 von 13,1 Millionen Euro. Aus dem 2019 verabschiedeten Förderprogramm soll Berlin innerhalb von fünf Jahren insgesamt rund 260 Millionen Euro bekommen. Die Gelder können seit Oktober 2019 abgerufen werden.
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Tablets für 41 500 Berliner Schüler

Berlinweit sollen sozial benachteiligte 41 500 Schülerinnen und Schüler ein Tablet bekommen. Die Schulaufsicht hat diesen Bedarf inzwischen ermittelt, wie die Senatsverwattung für Bildung mitteilte. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 10. November 2020 15:32 Uhr

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