Experte: Engpässe bei Intensivbetten für Corona-Patienten

Experte: Engpässe bei Intensivbetten für Corona-Patienten

Die Zahl der Intensivbetten für Corona-Patienten in Deutschland ist nach Ansicht des Mediziners Christian Karagiannidis zwar grundsätzlich ausreichend, wegen der zunehmenden Fallzahlen deuteten sich allerdings mancherorts Engpässe an.

Betten im Corona-Behandlungszentrum in Berlin

© dpa

Betten und Behandlungsgeräte im Intensivbereich des temporären Corona-Behandlungszentrums.

Regional und insbesondere in den Großstädten - vor allem in Berlin - gebe es «schon deutliche Einschränkungen in den Kapazitäten», sagte der zukünftige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) der «Rheinischen Post» am 07. Oktober 2020.

Karagiannidis warnt vor Überlastungen einzelner Kliniken

«Ich bin mir sicher, dass die Intensivbettenkapazität in den nächsten Wochen ausreichend ist», fuhr Karagiannidis fort. «Allerdings könnte es regional in einzelnen Kliniken zu Überlastungen kommen, die dann von Kliniken im Umland aufgefangen werden muss. Hier muss sich die Bevölkerung in den kommenden Monaten darauf einstellen, dass intensivpflichtige Patienten auch durchaus über längere Strecken innerhalb Deutschlands verlegt werden müssen.»

Neue Therapiemöglichkeiten verfügbar

Insgesamt sieht der Mediziner die deutschen Kliniken deutlich besser aufgestellt als während der ersten Corona-Welle im Frühjahr: «Weil mehr Routine eingekehrt ist und die Ärzte wissen, worauf sie achten müssen, etwa mit Blick auf die Gefahr von Thrombosen. Auch stehen uns mit den Medikamenten Remdesivir, Cortison und dem Rekonvaleszentenplasma neue Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die es zu Beginn so nicht gab.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. Oktober 2020 07:10 Uhr

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