Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gegen Bundeswehr-Hilfe

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gegen Bundeswehr-Hilfe

Nach dem kommunalen Parlament hat nun auch das Bezirksamt deutlich gemacht, dass bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg keine Bundeswehr-Soldaten helfen sollen.

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

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«Das Bezirksamt setzt in der Kontaktnachverfolgung auf mittelfristigen Personalaufwuchs statt auf kurzfristige externe Unterstützung», teilte Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) am Mittwoch (07. Oktober 2020) mit. Das Gesundheitsamt habe in den vergangenen Monaten bereits 17 Personen für ein Jahr befristet eingestellt, weitere 4 folgten in den nächsten Wochen. Hinzu kämen 25 Honorarkräfte und 2 Mitarbeiter des Robert Koch Instituts. «Damit kann das Gesundheitsamt bei den aktuell vorliegenden Infektionszahlen tagesaktuell reagieren und umgehend Kontakt zu den positiv Getesteten aufnehmen und deren Kontakte nachverfolgen», sagte Herrmann.

Herrmann fordert mehr Personal für Ordnungsamt und Innendienst

Mehr Personal wünscht sich die Bürgermeisterin indes für das Ordnungsamt: «Für eine effektivere Umsetzung der Eindämmungsverordnung brauchen wir deutlich mehr Kontrollen und mehr Personal», erklärte sie. «Aufgrund der tariflichen Eingruppierung ist es nicht möglich, hierfür die Mitarbeiter*innen der Parkraumüberwachung einzusetzen.» Auch der Innendienst müsse verstärkt werden, um die eröffneten Ordnungswidrigkeiten-Verfahren zu bearbeiten. Das grün-linksalternativ geprägte Friedrichshain-Kreuzberg lässt als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zu - obwohl es zu den Bezirken mit den meisten Infektionen gehört. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) hatten dies kritisiert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. Oktober 2020 10:45 Uhr

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