Corona-Ampel erstmals zweifach auf Rot

Corona-Ampel erstmals zweifach auf Rot

Das Berliner Ampelsystem zur Bewertung der Corona-Lage steht zum ersten Mal bei zwei von drei Kriterien auf Rot.

Corona-Teststelle

© dpa

Teströhrchen für den Covid-19 Test liegen auf einem Tisch an einer Corona-Teststelle.

Die Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl in den vergangenen sieben Tagen und die Reproduktionszahl liegen inzwischen über den als kritisch definierten Grenzwerten. Das geht aus dem Online-Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Dienstag (06. Oktober 2020) hervor. Demnach liegt die Reproduktionszahl bei 1,26. Das bedeutet, dass ein Infizierter mehr als einen anderen Menschen ansteckt. Um die Pandemie zu bremsen, müsste der Wert kleiner als 1 sein. Die 7-Tage Inzidenz liegt inzwischen bei 44,2. In den Innenstadtbezirken sind die Werte deutlich höher als am Stadtrand, insbesondere Neukölln sticht mit 87,3 heraus.

Die Auslastung der Intensivbetten ist mit 3,1 Prozent weiter im grünen Bereich. Am Dienstag wurden 288 Neuinfektionen gemeldet.

Corona-Ampel auf Doppel-Rot: Senat berät über weiteres Vorgehen

Das Berliner Frühwarnsystem zur Bewertung der Corona-Lage signalisiert bei Doppelt-Gelb Beratungsbedarf. Zeigt die sogenannte Corona-Ampel Doppel-Rot, sieht der Senat Handlungsbedarf. Ab 17 Uhr wollte der rot-rot-grüne Senat nach seiner regulären Sitzung am Vormittag zum zweiten Mal am Dienstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und anderer Medien stehen zunächst drei Punkte zur Diskussion: eine nächtliche Sperrstunde, in der kein Alkohol ausgeschenkt oder verkauft werden soll; Regelungen für Kontaktbeschränkungen im Freien in der Nacht; und schließlich eine neue Obergrenze von zehn Teilnehmern für Feiern in geschlossenen Räumen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. Oktober 2020 17:39 Uhr

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