Müller: Berliner Corona-Ampelsystem wird Vorbild für andere Länder

Müller: Berliner Corona-Ampelsystem wird Vorbild für andere Länder

Die Berliner Corona-Ampel soll nach den Worten des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) Vorbild für andere Bundesländer werden.

Michael Müller

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Michael Müller, Berlins Regierender Bürgermeister.

«Was mich besonders gefreut hat, dass alle gesagt haben, wir brauchen ein Warnsystem - und zwar so wie das in Berlin oder ähnlich wie in Berlin», sagte Müller am Dienstagabend (29. September 2020) zu der Videoschalte der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Nachmittag. «Wir haben das schon vor einem Vierteljahr eingerichtet», sagte Müller. «Jetzt orientieren sich daran viele oder alle und werden etwas Ähnliches beschließen.» Auch Kultursenator und Bürgermeister Klaus Lederer (Linke) kam nach der abendlichen Sondersitzung des Senats auf das Thema zu sprechen: «Die Berliner Ampel ist super», sagte er. «Schön, dass die anderen Bundesländer da jetzt nachziehen.»

Rheinland-Pfalz führt als zweites Bundesland Ampelsystem ein

Das Berliner Frühwarnsystem berücksichtigt drei Kriterien: den Reproduktionswert, der aussagt, wie viele Menschen ein Corona-Infizierter durchschnittlich ansteckt, die Auslastung der Intensivbetten und die Zahl der Neuinfektionen pro hunderttausend Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen. Zeigt die Ampel zweimal Gelb, heißt das Beratungsbedarf. Bei Doppel-Rot sieht der Senat Handlungsbedarf. Als erstes Bundesland zog nun Rheinland-Pfalz mit einem Ampelsystem nach - allerdings hat es die Farben Gelb-Orange-Rot. Es gilt seit Dienstag. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte am Montag noch gesagt, dass sie das Bild einer Ampel «für weniger passend» hält. «Denn in der Corona-Pandemie stehen die Zeichen nicht auf Grün, das führt zu einer falschen Sicherheit.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. September 2020 08:32 Uhr

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