Lederer sieht weiter Bedarf für Kulturhilfen in Corona-Krise

Lederer sieht weiter Bedarf für Kulturhilfen in Corona-Krise

Berlins Kultursenator Klaus Lederer rechnet angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie mit weiterem Finanzbedarf zur Unterstützung der Kulturszene.

Klaus Lederer

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Klaus Lederer (Die Linke) spricht im Berliner Abgeordnetenhaus.

«Wir sind lange nicht am Ende», sagte der Linke-Politiker am Donnerstag (17. September 2020) im Rahmen einer Aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses. «Es wird auch im Jahr 2021 nicht ohne den Einsatz zusätzlicher Mittel gehen.» Kunst und Kultur prägen aus Sicht Lederers «das Lebensgefühl unserer Stadt». Für den Kulturbereich seien die Einschränkungen hart gewesen. «Wirtschaftlich hat die Pandemie die Kultur so stark getroffen wie nur wenige andere Bereiche der Gesellschaft.» Diese Belastungsprobe sei eine schwere Last für die Kulturlandschaft der Stadt.
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Jahnke (SPD): «Wir werden finanziell ans Limit gehen.»

Aus Sicht des SPD-Abgeordneten Frank Jahnke ist die Szene unverschuldet in Existenznöte geraten. «Weitere Schritte werden folgen, wir werden finanziell ans Limit gehen», kündigte er an. Finanzielle Hilfen allein reichten aber nicht, die Kultur durch die Krise zu bringen. Bei Lockerungen müsse jedoch mit Augenmaß vorgegangen werden. Es sei der falsche Zeitpunkt, Wagnisse einzugehen. Für Anne Helm (Linke) hat die Corona-Krise Probleme verstärkt, die es vorher schon gab. Kunst und Kultur fänden häufig unter so prekären Umständen statt, «dass Krise sofort zur Existenzbedrohung wird». Deswegen müssten Ideen entwickelt werden, wie Kulturschaffende langfristig unterstützt werden könnten.

Flexible Möglichkeiten für größere Besucherzahlen gefordert

Daniel Wesener (Grüne) sprach von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg für die Kulturszene. «Die Mehrheit der Kultureinrichtungen weiß bis heute nicht, ob und wie sie die Krise überleben werden.» Deswegen müsse die Szene im Rahmen der Möglichkeiten weiter nach Kräften unterstützt werden, besonders kleine und freie Einrichtungen. Für die CDU forderte Robbin Juhnke, die kulturelle Strahlkraft Berlins insgesamt zu erhalten, «nicht nur ideologisch passende Projekte». Berlin sei zu passiv bei der Frage, wie mehr Besucher zugelassen werden können. Es müsse flexibel auf den Charakter von Veranstaltungen und Orten eingegangen werden. Auch Florian Kluckert (FDP) sprach von der Möglichkeit, Theater und andere Institutionen stärker als bisher auszulasten. Martin Trefzer (AfD) sagte, Kultur müsse trotz und mit Corona möglich sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. September 2020 13:13 Uhr

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