Gesundheitssenatorin: Starke Gesundheitsämter sind wichtig

Gesundheitssenatorin: Starke Gesundheitsämter sind wichtig

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat begrüßt, dass die Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie gestärkt werden sollen.

Quarantäne

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Verbotsschild vor Wohnhäusern. Mehrere Gesundheitspolitiker haben sich dafür ausgesprochen, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen.

Für die Eindämmung der Infektionen sei die Kontaktnachverfolgung die wichtigste Strategie, sagte die SPD-Politikerin, die derzeit Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz ist, am Freitag im «Mittagsmagazin» des ZDF. «Es ist unheimlich viel Aufwand von den Gesundheitsämtern, jeden positiven Fall aufzugreifen, die Kontakte zu ermitteln, zu isolieren und zu testen.» Details dazu wollen die Gesundheitsminister der Länder zusammen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Schaltkonferenz am 04. September 2020 besprechen.
Dabei solle es insbesondere um die Frage gehen, wie sich die Gesundheitsämter personell, aber auch in der IT-Ausstattung stärken ließen, sagte Kalayci. Das dafür angekündigte Vier-Milliarden-Programm begrüße sie sehr. Es werde schon viel unternommen, um den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu stärken, etwa durch Personal für die Gesundheitsämter aus anderen Bereichen. «Aber das reicht natürlich nicht. Und bei der Bewältigung der Pandemie, das haben wir gemerkt, sind starke und moderne Gesundheitsämter sehr wichtig. Deswegen ist es gut, dass hier weiter investiert werden soll.»
Die Bundesregierung hat Anfang Juni in ihrem milliardenschweren Konjunkturpaket einen «Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst» beschlossen. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte damals angekündigt, der Bund wolle in den nächsten Jahren vier Milliarden Euro in den Öffentlichen Gesundheitsdienst investieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. September 2020 15:06 Uhr

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