Geisel: Vorgänge vor Reichstag bei Corona-Demo «beschämend»

Geisel: Vorgänge vor Reichstag bei Corona-Demo «beschämend»

Berlins Innensenator Andreas Geisel hat die Besetzung der Treppe des Reichstags durch Gegner der staatlichen Corona-Politik am Samstag als beschämenden Vorgang bezeichnet.

Teilnehmer der Demo gegen Corona-Politik stehen vor dem Reichstag

© dpa

Teilnehmer der Demo gegen Corona-Politik stehen auf den Stufen zum Reichstagsgebäude.

«Das darf nicht wieder passieren», sagte der SPD-Politiker am 31. August 2020 in der RBB-«Abendschau». «Wir müssen das für die Zukunft ausschließen.» Die Polizei habe bei den Protesten gegen die Corona-Politik am gesamten Wochenende in Berlin einen «hervorragenden» Job gemacht. «Der Bundestag war nie ohne Schutz und die Situation war ganz schnell beseitigt. Aber natürlich muss man das einsatztaktisch auswerten.»
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Im Nachhinein zeige sich, dass Berlins zuständige Behörden die Sicherheitslage richtig eingeschätzt hätten. Etlichen Demonstranten sei es allein darum gegangen, Gesetze zu brechen und den Infektionsschutz nicht zu befolgen. Darauf habe die Verbotsverfügung der Polizei abgezielt, die dann von Gerichten gekippt wurde.
Nach Angaben der Polizei hatten am Samstag etwa 300 bis 400 Demonstranten Absperrgitter am Reichstagsgebäude überrannt und sich lautstark vor dem verglasten Besuchereingang aufgebaut. Dabei wurden vor dem Sitz des Bundestags auch schwarz-weiß-rote Reichsflaggen geschwenkt. Die Polizei drängte die Menschen auch mit Pfefferspray zurück. Zuvor hatten nach Polizeischätzungen annähernd 40 000 Menschen auf der Straße des 17. Juni weitgehend friedlich gegen die Corona-Politik demonstriert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 1. September 2020 08:14 Uhr

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