Auschwitz Komitee: Corona-Proteste schmerzliches Signal

Auschwitz Komitee: Corona-Proteste schmerzliches Signal

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Teilnahme rechtsextremer Gruppierungen bei den Corona-Protesten in Berlin beklagt.

Demonstranten stehen vor dem Reichstag

© dpa

Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen stehen vor dem Reichstag.

Für die Überlebenden des Holocausts sei es ein trauriges und schmerzliches Signal, dass angesichts der Corona-Krise in Deutschland Demonstranten immer bedenkenloser mit antisemitischen Verschwörungstheoretikern, ausgewiesenen Nazigruppen und Rechtsextremen gemeinsame Sache machten, teilte der Exekutiv- Vizepräsident Christoph Heubner am 30. August 2020 mit.
«Die Bilder vom Reichstag, diesem weltweit geachteten Symbol der Demokratie in Deutschland, sind hierfür ein zutiefst erschreckendes und warnendes Beispiel.» Dennoch vertrauten die Überlebenden darauf, dass die große Mehrheit der Menschen in Deutschland sich weiter diesen Attacken auf den demokratischen Staat entgegenstellen werde. Das Komitee ist ein Zusammenschluss von Auschwitz-Überlebenden und ihren Organisationen.
Eine große Gruppe aggressiver Demonstranten gegen die Corona-Politik hatte am Samstagabend Absperrgitter am Reichstagsgebäude in Berlin überwunden. Sie stürmten die Treppe hoch und bauten sich triumphierend vor dem verglasten Besuchereingang auf. Dabei waren auch die von den sogenannten Reichsbürgern verwendeten schwarz-weiß-roten Reichsflaggen zu sehen, aber auch andere Fahnen. Zuvor hatten nach Schätzungen der Polizei knapp 40 000 Menschen aus ganz Deutschland weitgehend friedlich gegen die Corona-Politik demonstriert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 30. August 2020 18:25 Uhr

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