IVD fordert nach Rücktritt Umkehr in Baupolitik

IVD fordert nach Rücktritt Umkehr in Baupolitik

Nach dem Rücktritt von Berlins Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (Linke), hat der Immobilienverband Deutschland (IVD) eine «Umkehr von der bisherigen Bauverhinderungspolitik» gefordert.

Mietwohnungen in einem Hochhaus

© dpa

Blick auf die Fassade eines Wohnhauses.

«Jetzt besteht die Chance für den Berliner Senat, die ideologischen Fehler der vergangenen drei Jahre zu korrigieren», hieß es am Montag in einer Mitteilung. Die Hauptstadt müsse sich ein Beispiel an der Neubaupolitik in anderen deutschen und europäischen Städten nehmen, um das drängende Wohnungsproblem zu lösen. «Eine Politik, die in Wahrheit gar keinen Neubau möchte, muss mit dem Rücktritt Lompschers beendet werden», sagte der IVD-Präsident Jürgen Michael Schick.
Lompscher hatte ihren Schritt am Sonntagabend mit Fehlern bei der Abrechnung ihrer Bezüge aus Verwaltungsrats- und Aufsichtsratstätigkeit begründet. Sie habe es über Jahre versäumt, Vergütungen für Aufsichtsratsposten in landeseigenen Unternehmen wie vorgeschrieben an die Landeskasse zurückzuzahlen. Es geht um einen Fehlbetrag von 7000 Euro. Die 58-Jährige gilt als Vorkämpferin für den umstrittenen Berliner Mietendeckel. In dieser Rolle genoss sie zuletzt auch bundesweit Aufmerksamkeit.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 3. August 2020 08:36 Uhr

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