Schulleiterin: Abstandhalten im Normalbetrieb nicht möglich

Schulleiterin: Abstandhalten im Normalbetrieb nicht möglich

Nach Einschätzung einer Grundschulleiterin aus Neukölln wird es nach den Sommerferien an Berliner Schulen kein Abstandhalten mehr geben.

Mindestabstand im Klassenzimmer

© dpa

Ein Tisch in einem Klassenraum ist mit einer Abstandsmarkierung versehen.

«Eine Schule mit Hunderten von Kindern und Erwachsenen» sei im Vollbetrieb mit Abstandsregeln nicht vorstellbar, sagte Astrid-Sabine Busse, die dem Interessenverband der Berliner Schulleitungen angehört, am Dienstag (28. Juli 2020) im RBB-Inforadio. Ab dem 10. August sollen Schulen in Berlin wieder zum Regelbetrieb zurückkehren. Busse kann nachvollziehen, dass es für die Schüler keine Maskenpflicht gibt: «Ich stelle es mir sehr schwer vor, dass Kinder acht Stunden lang mit Maske in der Schule sitzen.»

Personalmangel durch Fernbleiben älterer Lehrer aus Risikogruppe

Sorgen macht sich die Grundschulleiterin über den Personalmangel, der durch das Fernbleiben vieler älterer Lehrer aus der Corona-Risikogruppe noch einmal verschärft werde. Auch in den kommenden Monaten werde in vielen Schulen weiter auf Sicht gefahren: «Die Schulleitungen müssen sehr flexibel sein», so Busse im Inforadio. Natürlich bestehe die Gefahr, dass einzelne Schulen wegen Corona-Ausbrüchen geschlossen würden. Sie denke und hoffe aber, «dass es keine flächendeckenden Schließungen mehr geben wird».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. Juli 2020 08:46 Uhr

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