Bericht: Nur wenige Videovernehmungen bei Sexualdelikten

Bericht: Nur wenige Videovernehmungen bei Sexualdelikten

In Berlin wird bei der Aufklärung von Sexualdelikten nur selten von Videovernehmungen erwachsener Opferzeugen Gebrauch gemacht. «Seit Jahresbeginn wurden ungefähr ein Dutzend derartiger Vernehmungen durchgeführt», sagte Lisa Jani, Sprecherin der Berliner Strafgerichte, dem Tagesspiegel.

Paragrafen-Symbole

© dpa

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zu einem Gericht zu sehen.

Seit dem 1. Januar 2020 gelten bei Sexualdelikten neue Regeln für die Videovernehmung von Opfern und Zeugen. Diese Videoaufzeichnungen sollen später im Prozess anstelle der Zeugenaussage verwendet werden, um Betroffenen eine erneute Vernehmung zu ersparen. Derzeit werde eine Ausschreibung vorbereitet, um alle Ermittlungsrichterzimmer in Moabit mit Videoanlagen auszustatten, zitierte der Tagesspiegel die Gerichtssprecherin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 24. Juli 2020 18:30 Uhr

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