Innensenator offen für Studien zu Rassismus bei Polizei

Innensenator offen für Studien zu Rassismus bei Polizei

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) zeigt sich offen für gegebenenfalls auch mehrere Studien über Rassismus in der Polizei. «Wir finden die Idee einer Studie sinnvoll und stehen dem Vorschlag zustimmend gegenüber», sagte ein Sprecher der Innenverwaltung am Freitag zum jüngsten Vorstoß von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Der will eine Studie zu Polizeiarbeit und Rassismus im Verbund mehrerer Bundesländer organisieren, bei der es vor allem um Racial Profiling gehen soll. Davon spricht man, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Haarfarbe oder anderer äußerer Merkmale, aber ohne konkreten Anlass kontrolliert werden.

Andreas Geisel (SPD)

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Andreas Geisel (SPD), Berliner Innensenator.

Aber Geisel kann sich auch noch andere wissenschaftliche Untersuchungen vorstellen, etwa eine Studie zu rechtsextremen Strukturen innerhalb der Polizeibelegschaft. «Personen mit extremistischen Einstellungen haben im Polizeidienst keinen Platz. Das sollte jedem klar sein. Und deshalb gehen wir selbstverständlich auch heute schon dagegen vor», sagte der Sprecher der Innenverwaltung dazu. «Je nach Einzelfall können verschiedene Instrumente zur Aufklärung in Betracht kommen. Auch eine Studie könnte in diesem Kontext grundsätzlich zielführend sein.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. Juli 2020 16:04 Uhr

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