Gericht verhandelt über Umbau der Hedwigskathedrale

Gericht verhandelt über Umbau der Hedwigskathedrale

Der Streit um den Umbau der St.- Hedwigs-Kathedrale in Berlin geht in eine weitere Runde. Vor dem Berliner Landgericht wird an diesem Dienstag (14. Juli 2020) über mehrere Urheberrechtsklagen gegen die Neugestaltung des Kircheninnenraums verhandelt.

Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne

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Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne.

Es geht um die Frage, ob dabei Rechte von Künstlern verletzt werden, die an dem Wiederaufbau der katholischen Kirche in den sechziger Jahren beteiligt waren. Geklagt haben sechs Künstler und ihre Rechtsnachfolger. Sie lehnen die geplante Umgestaltung ab. Ob eine Entscheidung am Dienstag fällt, ist nach Gerichtsangaben offen.

Kein Klagerecht im Bereich des öffentlichen Rechts

Im Januar 2019 hatte das Verwaltungsgericht Berlin zwei Klagen abgewiesen. Die Kläger hätten im Bereich des öffentlichen Rechts kein Klagerecht, hieß es zur Begründung. Die Verhandlung vor dem Landgericht war bereits für vergangenen Oktober angesetzt worden, wurde aber dann verschoben. Ein neuer Termin am 17. März hatte wegen der Corona-Pandemie ebenfalls nicht stattgefunden.

Umbau der Kathedrale soll bis 2023 andauern

Berliner Katholiken und Denkmalschützer wenden sich vor allem gegen den Plan, den Zugang zur Unterkirche im Zentrum des Innenraumes zu schließen. Dabei soll der Altar ins Zentrum der Rundkirche rücken. Der Umbau soll bis 2023 andauern, die Kathedrale ist seit September 2018 geschlossen. Der Architekt Hans Schwippert (1899-1973) hatte die Kirche nach der Teilzerstörung im Zweiten Weltkrieg mit Künstlern aus Ost- und Westdeutschland wieder errichtet.
St. Hedwigs Kathedrale
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St. Hedwigs-Kathedrale

Die katholische St. Hedwigs-Kathedrale war der zweite Bau des geplanten Forum Fridericianum. Heute ist sie die Bischofskirche des Bistums Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Juli 2020 08:52 Uhr

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