Offener Brief des Sports an Müller: «Unverständnis wächst»

Offener Brief des Sports an Müller: «Unverständnis wächst»

Mit einem offenen Brief erhöht der Berliner Sport den Druck auf den Senat, die Corona-Regeln für den Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen Sportarten weiter zu lockern.

Thomas Härtel

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Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin.

Die Berliner Vereine und Verbände seien sich ihrer Verantwortung in den Zeiten der Coronavirus-Pandemie wohl bewusst, auch Hygienekonzepte seien erstellt worden, heißt es in den Schreiben an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). «Zunehmend wächst bei uns jedoch Unverständnis über teilweise nicht nachvollziehbare Regeln und Ungleichbehandlung», betonte der Landessportbund am Montag (13. Juli 2020).

Berlin einziges Bundesland mit solch strengen Regeln für Kontaktsport

Am Vortag hatten Sportlerinnen und Sportler vor dem Roten Rathaus bereits dafür demonstriert, dass der Senat die Abstandsregeln bei sogenannten Kontaktsportarten abschafft. Berlin ist mittlerweile das einzige Bundesland mit so strikten Verboten beispielsweise für Fußball, Handball, Hockey, Kampfsportarten und Teambesetzungen etwa beim Rudern und Kanu. «Wir fordern insbesondere die Anpassung an die Regeln im Land Brandenburg und hoffen sehr, dass der Senat schnellstmöglich eine positive Entscheidung trifft», betonte LSB-Präsident Thomas Härtel.

Brief kritisiert unterschiedliche Umsetzung auf Bezirksebene

«Hinzu kommen die unterschiedlichen Umsetzungen auf Bezirksebene, die für unsere Vereine, die überwiegend ehrenamtlich geführt werden, kaum noch nachvollziehbar sind und ihnen die Wiederaufnahme des Sports unverantwortlich erschweren», heißt es in dem Brief an Müller.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Juli 2020 13:25 Uhr

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