Karstadt-Beschäftigte demonstrieren erneut in Berlin

Karstadt-Beschäftigte demonstrieren erneut in Berlin

Die Nachrichten vom Erhalt der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filiale in Potsdam ist von demonstrierenden Beschäftigten in Berlin am Freitag erfreut aufgenommen worden.

Karstadt-Angestellte protestieren

© dpa

"Schlussverkauf bei Karstadt" steht auf den Plakaten vor der Karstadt-Filiale in Tempelhof.

«Das macht uns Mut, weiter zu kämpfen», sagte Erika Ritter, Fachbereichsleiterin Handel beim Verdi-Landesverband. «Wir freuen uns über jede Filiale, die am Netz bleibt.» Mehrere Hundert Beschäftigte und Unterstützer waren demnach am Freitag erneut in der Hauptstadt zusammengekommen, um gegen die geplante Schließung von sechs Warenhäusern und einer Karstadt-Sports-Filiale zu protestieren. Allein am Warenhaus-Standort am Tempelhofer Damm, wo die Protestaktion stattfand, seien 150 bis 180 Beschäftigte betroffen, sagte Ritter.

Bundesweit sollten zunächst 62 Filialen geschlossen werden

Der zur österreichischen Signa-Holding gehörende Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof war durch die pandemiebedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Erst vor zwei Wochen hatte der Handelsriese zum Entsetzen vieler Mitarbeiter und der betroffen Kommunen die Schließung von bundesweit insgesamt 62 Filialen in 47 Städten angekündigt. Nach Zugeständnissen von Vermietern hatte das Unternehmen am Freitag angekündigt, sechs Filialen weniger schließen zu wollen. Verschont werde demnach auch der Standort in Potsdam. In Berlin verhandelt derzeit auch der Senat mit den Vermietern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Juli 2020 15:21 Uhr

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