Prostituierten-Demo gegen Corona-Auflagen

Prostituierten-Demo gegen Corona-Auflagen

Protest mit Sexpuppen: Mehrere Dutzend Prostituierte haben am 03. Juli 2020 vor dem Bundesrat für eine Wiedereröffnung der Bordelle in der Corona-Pandemie demonstriert. Die Branche werde in die Illegalität getrieben, hieß es auf Transparenten. Die Sexarbeiterbranche brauche mehr finanzielle Unterstützung.

  • Prostituierten-Demo (2)© dpa
    03.07.2020, Berlin: Teilnehmerinnen einer Protestaktion für die Öffnung von Prostitutionsstätten stehen nahe des Bundesrates und halten Schilder mit der Aufschrift «Unsere Branche wird in die Illegalität getrieben» (r-l) und «Wir brauchen finanzielle Unterstützung».
  • Prostituierten-Demo (1)© dpa
    03.07.2020, Berlin: Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Protestaktion für die Öffnung von Prostitutionsstätten stehen nahe des Bundesrates auf einem Bürgersteig, und halten Regeschirme, Protestschilder und ein Banner mit der Aufschrift "Öffnet die Bordelle jetzt!".
Prostituierte haben seit Mitte März Arbeitsverbot. Dass es keine Lockerungen gebe, sei sowohl für den Berufsverband der Sexarbeiter als auch für Bordellbetreiber unverständlich, hieß es in einer Erklärung. Denn andere Branchen mit körpernahen Dienstleistungen wie Massagesalons, Tantrainstitute, Tattooläden oder Saunen dürften wieder öffnen. Auch für Sexarbeit seien in Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern bereits Hygienekonzepte erarbeitet worden.
Nachbarländer wie Österreich haben Sexarbeit inzwischen wieder erlaubt - aber nur mit Maske. Auch in Deutschland prüfen einzelne Bundesländer bereits Möglichkeiten für Lockerungen, darunter Thüringen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Juli 2020 11:20 Uhr

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