Berliner GEW fordert einen Corona-Bildungspakt

Berliner GEW fordert einen Corona-Bildungspakt

Die Berliner Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) zu Verhandlungen über einen Corona-Bildungspakt auf. Nötig seien kleinere Lerngruppen, zusätzliche Fachkräfte, die Schaffung einer digitalen Infrastruktur und die Sicherung der Hygienemaßnahmen in Berlins Schulen und Kitas, teilte die GEW am Donnerstag (18. Juni 2020) mit.

Ein Klassenzimmer

© dpa

Stühle stehen in einer Schule im Berliner Stadtteil Friedenau auf den Tischen.

«Das Lernen in kleinen Gruppen ist der Schlüssel zum Bildungserfolg und die Grundvoraussetzung für den Gesundheitsschutz von Kindern, Jugendlichen und Pädagogen», so Berlins GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik. Das habe Corona deutlich gezeigt. «Die Verkleinerung der Gruppen muss daher oberstes Ziel der Senatsbildungsverwaltung sein.»

Qualifiziertes Vertretungspersonal für Risikogruppen benötigt

Nach Einschätzung der GEW gehören bis zu 20 Prozent der Beschäftigten in Berlins Schulen und Kitas zur Corona-Risikogruppe. Sie dürften während der Pandemie auch künftig nicht im Präsenzbetrieb eingesetzt werden. Die Senatsverwaltung müsse deshalb für qualifiziertes Vertretungspersonal sorgen. «Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist es verantwortungslos, die Gruppen-und Klassengrößen wieder auf das Vor-Corona-Niveau anzuheben und auf Abstandsregeln zu verzichten», kritisierte Siebernik.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Juni 2020 13:50 Uhr

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