Berlin führt neue Quarantäne-Regeln für Einreisende ein

Berlin führt neue Quarantäne-Regeln für Einreisende ein

In Berlin gelten neue Quarantäne-Regeln für Menschen, die aus Risikogebieten aus dem Ausland einreisen.

Andreas Geisel

© dpa

Andreas Geisel, der Berliner Innensenator.

«Wir haben heute die bundesweite Quarantäne-Verordnung in Landesrecht umgesetzt», sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am 16. Juni 2020 nach der Sitzung des Senats.

Keine Quarantäne bei negativem Coronatest

Dabei gehe es um die Frage, wie mit heimkehrenden Menschen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union umzugehen sei. Bundesweit sei festgelegt, sie in eine 14-tägige Quarantäne zu schicken, erklärte Geisel. «Es ist aber möglich, sich mit einem negativen Coronatest aus der Quarantäne vorzeitig zu befreien.»

Quarantänepflicht für Einreisende aus Corona-Risikogebieten

Die nun auch in Berlin geltende Regelung betrifft dem Senator zufolge alle einreisenden Personen aus sogenannten Drittstaaten, die als Risikogebiet gelten. Aktuell sei eine solche Quarantäne auch für Einreisen aus Schweden vorgeschrieben. «In Schweden haben wir die Situation, dass die Infektionszahlen in den vergangenen Tagen so stark gestiegen sind, dass die Bundesregierung eine entsprechende Quarantänemaßnahme verhängt hat», erklärte Geisel.

Risikogebiete werden vom Robert Koch-Institut kommuniziert

Als Risikogebiete gelten Staaten oder Regionen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für die zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Infektionsrisiko mit dem Coronavirus besteht. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium und wird durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht.
Anmerkung der Redaktion: Dies ist eine geänderte Fassung einer dpa-Meldung von Dienstag, den 16. Juni 2020.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Juni 2020 11:37 Uhr

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