Hilfsfonds soll Kulturinstitutionen aus dem Ausland stützen

Hilfsfonds soll Kulturinstitutionen aus dem Ausland stützen

Mit einem Hilfsfonds sollen Kulturinstitutionen aus dem Ausland in Corona-Zeiten unterstützt werden. Dafür haben sich Institutionen für internationale Kulturzusammenarbeit auf Initiative von Goethe-Institut und Auswärtigem Amt zusammengeschlossen.

Heiko Maas

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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD).

Der Fonds richte sich «an Organisationen im Ausland, deren Engagement eine große Bedeutung für künstlerische Freiheit und eine pluralistische Gesellschaft hat», hieß es in einer Mitteilung vom Freitag (12. Juni 2020). Kurzfristig sollen Projekte gefördert werden, die insbesondere der Existenzsicherung der Institutionen dienen. Das Auswärtige Amt hat zunächst drei Millionen Euro Grundfinanzierung bereit gestellt, das Goethe-Institut soll die Vergabe der Mittel koordinieren. Mit dabei sind auch das Berliner Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), die deutsche Unesco-Kommission, die S. Fischer Stiftung, die Stiftung Mercator, die Robert Bosch Stiftung und die Siemens Stiftung. Weitere Institutionen sollen folgen.

Johannes Ebert: Existenz ist lebensnotwendig für die Gesellschaften und den internationalen Dialog

Gefördert werden sollen mit bis zu 25 000 Euro Einrichtungen jenseits der Europäischen Union, in denen es keine anderweitigen Fördermöglichkeiten gibt. «Kulturelle Nähe ist in Zeiten physischer Distanz wichtiger denn je», sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zum Hilfsfonds. Nach den Worten von Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, stehen durch die Corona-Krise «viele dieser Institutionen, die für einen kritischen und offenen Dialog unverzichtbar sind, nun auch vor gravierenden finanziellen Herausforderungen». Den Organisationen solle geholfen werden, «denn ihre Existenz ist lebensnotwendig für die Gesellschaften und den internationalen Dialog».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. Juni 2020 15:50 Uhr

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