Dessauer Meisterhäuser öffnen wieder: Kunst von Inge Mahn

Dessauer Meisterhäuser öffnen wieder: Kunst von Inge Mahn

Die Dessauer Meisterhäuser sind vom 15. Juni an wieder für Besucher geöffnet. Zu sehen ist unter anderem die Arbeit von Inge Mahn. Die Künstlerin fertige derzeit eine Installation für die geplante neue Ausstellung (28. Juni) mit dem Titel «Haus Gropius || Fiktional», teilte die Stiftung Bauhaus am Donnerstag mit. Die Meisterhäuser waren wegen der Eindämmung der Corona-Pandemie mehrere Wochen geschlossen. Führungen gebe es vorerst noch nicht. Die Bildhauerin und frühere Hochschulprofessorin Inge Mahn war eine Meisterschülerin des Aktionskünstlers Joseph Beuys.

Blick auf das Haus Kandinsky und Klee

© dpa

Blick auf das Haus Kandinsky und Klee.

Nach Angaben der Stiftung gelten beim Besuch der Meisterhäuser die Sicherheits-, Abstands- und Hygieneregeln des Landes. Demnach werde die Anzahl der Besucher, die sich gleichzeitig in den Gebäuden aufhalten, begrenzt. Zudem sei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit - die Gesundheitsämter - eine eventuelle Infektionskette mit dem Coronavirus nachvollziehen können, teilte die Stiftung mit.
Die Meisterhäuser gehören wie die anderen Dessauer Bauhausstätten zum Unesco-Welterbe. Der Architekt und Bauhausgründer Walter Gropius (1883-1969) hatte die Siedlung in den 1920er Jahren mit weißen Häusern und in völlig neuem Baustil entworfen. Dazu gehörten neben dem Haus für ihn selbst drei Doppelhäuser für die - als Meister bezeichneten - Bauhauslehrer. Das waren Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Georg Muche und Oskar Schlemmer. Die Siedlung entstand in der Nähe des Dessauer Bauhausgebäudes mit der markanten Glasfassade.
Das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus hatte als kreatives Ideenlabor weltweit das künstlerische und architektonische Denken revolutioniert. Nach dem Umzug erlebte die Schule für Architektur, Kunst und Design in Dessau ihre Blütezeit. Nach dem Weggang unter politischem Druck wurde das Bauhaus 1933 endgültig von den Nationalsozialisten in Berlin geschlossen. Weltweit gilt das Erbe der berühmten Schule bis heute als Klassiker und wegweisend in der Architektur, Kunst und für Designer von Morgen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. Juni 2020 13:39 Uhr

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