Aktivisten färben Spree in Berlin und Lausitz «giftgrün»

Aktivisten färben Spree in Berlin und Lausitz «giftgrün»

Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben im Berliner Regierungsviertel und in Zerre (Lausitz) das Wasser der Spree grün eingefärbt. «Die Flüsse stehen beispielhaft für eine Vielzahl an Gewässern, die durch die Kohlegewinnung verseucht wurden und werden», teilten die Organisatoren am Donnerstag (11. Juni 2020) mit.

  • Das Wasser in der Spree ist grün gefärbt© dpa
    Das Wasser in der Spree am Regierungsviertel ist grün gefärbt.
  • Aktion von Extinction Rebellion (2)© dpa
    11.06.2020, Berlin: Aktivistinnen und Aktivisten von Extinction Rebellion (XR) haben Teile des Wassers in der Spree im Berliner Regierungsviertel bei der Aktion "Kohle vergiftet" mit dem Farbstoff Uranin giftgrün gefärbt, um auf die weitreichenden Schäden der Kohleförderung für Mensch und Umwelt aufmerksam zu machen.
  • Aktion von Extinction Rebellion (1)© dpa
    11.06.2020, Berlin: Aktivistinnen und Aktivisten von Extinction Rebellion (XR) haben Teile des Wassers in der Spree im Berliner Regierungsviertel bei der Aktion "Kohle vergiftet" mit dem Farbstoff Uranin giftgrün gefärbt, um auf die weitreichenden Schäden der Kohleförderung für Mensch und Umwelt aufmerksam zu machen.
Dem Wasser wurde bei den Aktionen nach Angaben von Extinction Rebellion der «giftgrüne» Farbstoff Uranin zugesetzt. Dieser Stoff sei unbedenklich und werde auch zur Gewässermarkierung eingesetzt, hieß es in der Mitteilung. «Die Hoffnung ist, dass Leute das sehen und sich informieren», sagte Extinction Rebellion-Sprecherin Clara Dilger. Die Aktion solle auf die Verschmutzung des Wassers durch Kohleabbau aufmerksam machen, gaben die Aktivisten an. Neben der Spree wurde am Donnerstag auch die Rur im nordrhein-westfälischen Düren grün gefärbt.

Polizei untersucht Gewässerprobe auf Wasserverunreinigung

Die Feuerwehr entnahm nach eigenen Angaben vor Ort eine Gewässerprobe und übergab sie der Polizei. Eine entsprechende Anzeige wegen des Verdachts der Wasserverunreinigung sei aufgenommen worden, teilte die Polizei mit. Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion trat zuletzt immer wieder mit aufsehenerregenden Aktionen in Erscheinung. In Potsdam waren im April verschiedene Statuen mit Protestplakaten für den Klimaschutz geschmückt worden. Die Aktivisten fordern unter anderem, dass die Corona-Hilfsgelder für die Wirtschaft nicht bedingungslos verteilt werden sollten. Finanzhilfen für Unternehmen müssten stattdessen auch an Bedingungen zu Klimaneutralität geknüpft werden.

Extinction Rebellion organisiert Flashmobs, Fahrraddemos und Straßenblockaden für Klimaschutz

In Berlin hatten sich Anfang Oktober mehrere Tausend Menschen an einer Aktionswoche von Extinction Rebellion beteiligt. Zu den Strategien der Gruppe gehören Aktionen zivilen Ungehorsams wie Flashmobs, Fahrraddemos sowie Brücken- und Straßenblockaden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. Juni 2020 12:43 Uhr

Weitere Meldungen