Schüler sollen Lernstoff in den Ferien nachholen

Schüler sollen Lernstoff in den Ferien nachholen

Schüler aus armen oder anderweitig benachteiligten Familien sollen einen Teil des wegen der Corona-Schließungen versäumten Schulstoffs in den Sommerferien nachholen können. Das betrifft auch andere Schüler, die aufgrund der Corona-Pandemie in Lernrückstand geraten sind. Daher werde ein Programm für Sommerschulen aufgelegt – neben den üblichen Ferienschulen, teilte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am 18. Mai 2020 mit.

Sandra Scheeres spricht bei einer Pressekonferenz

© dpa

Sandra Scheeres (SPD), Bildungssenatorin von Berlin, spricht bei einer Pressekonferenz.

Dem Konzept zufolge sollen betroffene Schüler der Klassenstufen 1, 2 sowie der Jahrgangsstufen 7, 8 oder 9 die Sommerschule auf freiwilliger Basis besuchen können. Die Bildungsverwaltung rechnet mit bis zu 12 800 Teilnehmern. Vorgeschlagen werden sie vor allem von ihren Klassenleitern.

Hilfe kommt von pensionierten Lehrkräften und Studenten

Die Kinder und Jugendlichen sollen in Lerngruppen von maximal acht Schülern 15 Zeitstunden pro Woche vor allem in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch unterrichtet werden. Umsetzen soll das ein freier Träger mit Hilfe von pensionierten Lehrkräften oder etwa Lehramtsstudenten.

Kein normaler Unterricht bis zu den Sommerferien

In Berlin waren die Schulen wegen der Corona-Pandemie wochenlang geschlossen, ehe der Betrieb ab 27. April unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln schrittweise wieder anlief. Normal ist an den Schulen aber nichts: Manche Schüler haben bis zum Ferienbeginn am 25. Juni gerade mal einige Tage Präsenzunterricht in den Schulen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. Mai 2020 08:36 Uhr

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