Ranger jetzt auch in der Hauptstadt unterwegs

Ranger jetzt auch in der Hauptstadt unterwegs

Man kennt Ranger als Betreuer und Fremdenführer aus Nationalparks, jetzt sind sie auch in der Großstadt Berlin unterwegs. In einem Modellprojekt soll getestet werden, wie erfolgreich der Einsatz von Stadtnatur-Rangern ist. Das teilten die Stiftung Naturschutz Berlin als Trägerin und die Umweltverwaltung am Montag, den 18. Mai 2020 mit.

Regine Günther

© dpa

Die Berliner Senatorin Regine Günther (Bündnis 90/Die Grünen).

In kleinen Teams sollen die Ranger in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf Menschen für den Naturschutz sensibilisieren, aber auch Kartierungsaufgaben übernehmen und Vorschläge zur Gebietsentwicklung erarbeiten. Pankow hat bereits im vergangenen Jahr ein eigenes Modellprojekt gestartet. Insgesamt sollen 25 Ranger unterwegs sein.

Senatorin Günther will «Freude an der städtischen Natur wecken»

Neben ausgewiesenen Schutzgebieten sollen die Ranger auch in Kleingartenanlagen, auf Brachflächen oder auf Friedhöfen aktiv werden. Die Senatsverwaltung für Umwelt finanziert die Modellprojekte bis Ende 2021 mit jährlich rund zwei Millionen Euro. Laut Senatorin Regine Günther (Grüne) können die Ranger «Wissen und Wertschätzung für die Biodiversität und das Stadtgrün vermitteln und so die Freude an der städtischen Natur wecken». Das sei ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt. Nach einer Laufzeit von rund zwei Jahren soll entschieden werden, ob und wie der Einsatz der Ranger weitergeführt wird.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 18. Mai 2020 14:31 Uhr

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