Berlins Gesundheitssenatorin will früher durchgreifen können

Berlins Gesundheitssenatorin will früher durchgreifen können

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat die bundesweiten Vorgaben im Zuge der Corona-Lockerungen für Berlin als zu schwach bezeichnet. «Wenn wir jetzt die Maßnahmen lockern, dann muss das mit ganz klaren Regeln einhergehen», sagte Kalayci am Freitagmorgen im RBB-Inforadio. Der Notfallmechanismus, wonach ab einer Zahl von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen neue Einschränkungen beschlossen werden können, sei nicht genug: «Wer hier erst reagiert, der bremst zu spät», sagte Kalayci. Für Berlin werde man darum eine niedrigere Infektionsrate anstreben. Genaue Zahlen wollte Kalayci auch auf Nachfragen nicht nennen und verwies stattdessen auf laufende Senatsverhandlungen.

Dilek Kalayci (SPD) besichtigt ein Corona-Behandlungszentrum

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Dilek Kalayci (SPD) besichtigt das Corona-Behandlungszentrum Jafféstraße.

Laut der Gesundheitssenatorin bestehen in Berlin mit 51 000 möglichen Tests pro Tag genug Kapazitäten, um auch auf eine Verschlechterung der Lage reagieren zu können. Sie betonte aber, dass jeder Einzelne weiterhin vorsichtig sein müsse. «Wir müssen alle zusammen aufpassen, dass nicht neue Grüppchen entstehen», sagte Kalayci.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. Mai 2020 07:58 Uhr

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