Prämie für «Corona-Helden» beschlossen

Prämie für «Corona-Helden» beschlossen

Tausende in der Corona-Pandemie besonders geforderte Landesbeschäftigte können sich über eine steuerfreie Prämie von bis zu 1000 Euro freuen. Eine entsprechende Regelung beschloss der Senat am 05. Mai 2020 nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur.

Krankenpfleger arbeiten in Schutzkleidung in einem Krankenzimmer

© dpa

Krankenpfleger arbeiten in Schutzkleidung in einem Krankenzimmer.

Das Geld soll an «Alltagshelden» gehen, die in der Corona-Krise Außergewöhnliches leisteten und in vielen Fällen einer besonderen Gesundheitsgefahr ausgesetzt waren.

Nicht nur Pflegekräfte werden begünstigt

Zu den Begünstigten sollen Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte, Justizbedienstete und Mitarbeiter von Gesundheits- und Ordnungsämtern gehören. Das gilt auch für Erzieherinnen, die in Kitas oder Hort Notbetreuung sicherstellen, sowie für bestimmte Beschäftigte in Jobcentern. Da in Kitas nicht nur Landesbeschäftigte arbeiten, sollen auch Angestellte freier Träger eine Prämie erhalten. Dies soll über deren Arbeitgeber geschehen, das Geld dafür überweist das Land.

Bis zu 1000 Euro sind möglich

Insgesamt rechnet der Senat damit, dass bis zu 25 000 Beschäftigte in den Genuss der sogenannten Leistungsprämie kommen. 25 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Über die genaue Höhe im Einzelfall können die betroffenen Dienststellen selbst entscheiden, die Obergrenze liegt bei 1000 Euro.
Ärzte und Pfleger der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité haben von den Kliniken bereits eine Prämie von je 450 Euro zugesagt bekommen, die gestaffelt über drei Monatsgehälter ausgezahlt wird. Als Gegenleistung will das Land die Krankenhäuser noch stärker bei Investitionen unterstützen.

Berlin-Zulage finanziert Prämie

Die Zuwendung für die «Alltagshelden» geht zurück auf ein Versprechen, das der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) in seiner Regierungserklärung zur Corona-Krise am 26. März im Abgeordnetenhaus abgegeben hatte. Finanziert wird sie aus dem Topf der sogenannten Berlin-Zulage.
Der rot-rot-grüne Senat hatte 2019 noch vor Corona beschlossen, jedem der etwa 130 000 Landesbediensteten ab November 2020 monatlich 150 Euro zusätzlich zu zahlen. Berlin müsse für jeden bezahlbar bleiben, hieß es seinerzeit. Nun wird die Verteilung der 41 Millionen Euro, die dafür in diesem Jahr im Haushalt stehen, neu justiert. Die Berlin-Zulage für alle soll nunmehr erst ab 1. Januar 2021 fließen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. Mai 2020 13:54 Uhr

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