DGB demonstriert in Berlin symbolisch: Stream mit Interviews

DGB demonstriert in Berlin symbolisch: Stream mit Interviews

Wegen der Corona-Pandemie hat der Deutsche Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB) am Tag der Arbeit nicht wie sonst mit Kundgebungen, sondern mit einer symbolischen Aktion für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Am Freitagmorgen stellten sich DGB-Vertreter mit einem großen Banner mit dem diesjährigen Slogan «Solidarisch ist man nicht alleine!» vor das Brandenburger Tor. Die Gewerkschaften kämpften für eine Anhebung des Kurzarbeitergelds, für die Stabilisierung des Sozialstaats, für mehr Mitbestimmung und für faire Löhne, hieß es in einem Tweet des DGB Berlin-Brandenburg.

DGB Berlin

© dpa

Teilnehmer einer Bild-Aktion des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum Tag der Arbeit halten vor dem Brandenburger Tor ein Banner mit der Aufschrift «Solidarisch ist man nicht alleine!».

Weitere kleine Aktionen in Berlin und Brandenburg waren geplant: In fast allen Berliner Bezirken und auch in Brandenburger Städten sollten Zweierteams unterwegs sein, die mit roter Sprühkreide den Slogan und andere Motive sprühen sollten, wie eine Sprecherin des DGB Berlin-Brandendburg sagte.
«Die Einschränkungen der Demokratie sind weitgehend», sagte der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach, laut Mitteilung. Er forderte Politik und Medien auf, die Position der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzubeziehen. Hoßbach erklärte: «Viele Berufe im Dienstleistungsbereich - etwa Gebäudereinigung und Pflege - werden in der Krise plötzlich als systemrelevant wertgeschätzt. Wenn jetzt von Heldinnen und Helden des Alltags die Rede ist, wünschen wir uns diesen Respekt aus der Bevölkerung dauerhaft - von den Arbeitgebern fordern wir ihn.» Zur Wertschätzung gehörten bessere Arbeitsbedingungen und auskömmlichere Gehälter.
Der DGB macht zum Tag der Arbeit am 1. Mai dieses Jahr wegen der Corona-Krise vor allem digitale Aktionen. Um 11.00 Uhr startete ein Livestream, bei dem Interviews sowie Auftritte verschiedener Künstler gezeigt werden sollten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. Mai 2020 13:20 Uhr

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