Abgesagte Al-Kuds-Demo: «Gute Nachricht für Berlin»

Abgesagte Al-Kuds-Demo: «Gute Nachricht für Berlin»

Die israelfeindliche Al-Kuds-Demonstration in Berlin findet in diesem Jahr nicht statt. Der Veranstalter habe am Donnerstag den für den 16. Mai geplanten Marsch abgesagt, teilte die Innenverwaltung mit. «Eine der widerlichsten antisemitischen Veranstaltungen bleibt uns allen erspart. Eine gute Nachricht für Berlin», teilte Innensenator Andreas Geisel (SPD) auf Twitter mit.

Andreas Geisel (SPD) setzt einen Mund-Nasen-Schutz auf

© dpa

Andreas Geisel (SPD) setzt einen Mund-Nasen-Schutz auf.

Am Al-Kuds-Tag, der am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan liegt, ruft der Iran jedes Jahr zur Eroberung Jerusalems auf. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Im Vorjahr waren bis zu 1200 Al-Kuds-Demonstranten mit Auflagen über den Berliner Kurfürstendamm gezogen. Es gab auch Gegenproteste. Die Behörde von Geisel hatte Ende Februar mitgeteilt, dass ein Verbot geprüft werde.
Am Donnerstag verkündete Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein Betätigungsverbot für die Hisbollah. Das bedeutet, dass die schiitische Islamisten-Vereinigung ihre Aktivitäten in Deutschland jetzt einstellen muss. Versammlungen von Hisbollah-Anhängern sind damit verboten. Beim alljährlichen Al-Kuds-Marsch in Berlin war das Zeigen von Hisbollah-Fahnen bereits in den vergangenen Jahren nicht erlaubt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 30. April 2020 19:49 Uhr

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