Konzertveranstalter Schwenkow erwartet Flaute bis 2021

Konzertveranstalter Schwenkow erwartet Flaute bis 2021

Private Veranstaltungsfirmen müssen sich aus Sicht des Konzertveranstalters Peter Schwenkow in der Corona-Krise auf eine besonders lange Durststrecke einstellen. «Vor dem Frühjahr 2021 wird sich wohl nichts wesentlich ändern», sagte Schwenkow der Wochenzeitung «Die Zeit». Denn selbst wenn Konzerte und andere große Live-Events wieder erlaubt seien, sei offen, ob die Fans zurückkehren oder aus Sorge zu Hause bleiben und ob Künstler verfügbar seien.

Peter Schwenkow

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Peter Schwenkow.

Schwenkow ist der Chef des börsennotierten Berliner Konzertveranstalters Deag. Bei der Vorlage der Jahresbilanz Ende März hatte das Unternehmen hervorgehoben, gegen Absagen von «hoher Hand» versichert zu sein. Die Versicherung habe für die ersten Fälle schon gezahlt.
Schwenkow schloss sich jedoch Forderungen nach staatlicher Unterstützung an. «Spätestens im September brauchen wir einen Kulturfonds in einer Größenordnung von etwa 580 Millionen Euro.» Ähnlich verlangt der Deutsche Kulturrat einen Notfallfonds von Bund und Ländern für Künstlerinnen und Künstler im Umfang von etwa 500 Millionen Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. April 2020 13:59 Uhr

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