Bußgeldkatalog zu Corona-Regeln beschlossen

Bußgeldkatalog zu Corona-Regeln beschlossen

Wer in Berlin gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus verstößt, muss nach dem neuen Bußgeldkatalog bis zu 500 Euro zahlen.

Polizeikontrolle im Treptower Park

© dpa

Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstagabend (02. April 2020) nach dem Beschluss im Senat mit. Demnach werden 25 bis 500 Euro Bußgeld fällig, wenn sich Menschen in Gruppen von mehr als zwei Personen zusammenstellen und sich womöglich den Aufforderungen der Polizei widersetzen. «Wer seine Wohnung ohne triftigen Grund verlässt, muss zwischen 10 und 100 Euro an Bußgeld bezahlen», erläuterte Müller.

Kontakteinschränkungen bis nach Ostern

Laut einer Verordnung zu sogenannten Kontaktsperren, die der Senat nun bis 19. April verlängerte, müssen sich alle Berliner «ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft» aufhalten, um Kontakte zu beschränken und so eine Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Spaziergänge an der frischen Luft erlaubt

Es gibt aber etliche Ausnahmen, die Arztbesuche, den Einkauf, das Gassi-Gehen mit dem Hund oder Sport und Spaziergänge an der frischen Luft ermöglichen sollen. Dazu muss aber ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt sein, Ansammlungen von mehr als zwei Personen im Freien sind verboten. Bei Familien darf die Gruppe größer sein.

Höhere Strafen für Unternehmen

Der neue Bußgeldkatalog zu den Corona-Regelungen hält ebenfalls Bußgelder für Unternehmen fest, die gegen die Verordnung verstßen. So kann die verbotene Öffnung von Geschäften zu einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro führen. Auch die Nicht-Einhaltung der Hygienemaßnahmen kann mit bis zu 2.500 Euro Bußgeld geahndet werden.
Corona-Studie
© Max-Planck-Gesellschaft

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. April 2020 21:02 Uhr

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