EKD: Sparpläne für Evangelische Journalistenschule bleiben

EKD: Sparpläne für Evangelische Journalistenschule bleiben

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hält an Plänen für die Umstrukturierung der Journalistenausbildung fest. Damit bleibt die Zukunft der Evangelischen Journalistenschule (EJS) in Berlin weiter ungewiss. Der EKD-Rat befasste sich am Freitag während einer Videokonferenz mit geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen im Gemeinschaftswerk Evangelische Publizistik (GEP). Die EKD ist Mehrheitsgesellschafter beim Gemeinschaftswerk, aus dessen Haushalt die Schule mit jährlich 500 000 Euro finanziert wird.

EKD-Ratsmitglied Volker Jung, gleichzeitig Aufsichtsratvorsitzender des Gemeinschaftswerks, berichtete nach der Sitzung, der Rat habe «zustimmend den Beschluss des Aufsichtsrates zur Kenntnis genommen, dass die Ausschreibung des 14. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule ausgesetzt wird». Ausdrücklich begrüße und unterstütze der EKD-Rat, dass das GEP, «nach Wegen suchen will, die Präsenz der evangelischen Kirche in der publizistischen Ausbildung neu auszurichten». Hierzu sollten verschiedene Modelle geprüft werden.
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Im Februar hatten mehrere Hundert Journalisten - darunter Prominente wie Anne Will, Carolin Emcke und Heribert Prantl - gegen Sparpläne bei der Journalistenschule protestiert. In einem Offenen Brief forderten sie den EKD-Rat auf, sich für den Erhalt der EJS einzusetzen. Die mehr als 200 Absolventen der Schule arbeiteten heute in Print- und Online-Redaktionen, Rundfunkanstalten und TV-Sendern.
Das Gemeinschaftswerk will nach eigenen Angaben nicht aus der Journalistenausbildung und -fortbildung aussteigen. Vor dem Hintergrund rückläufiger Einnahmen aus Anzeigen, Abos und Verlagsdienstleistungen müssten bis 2024 aber 1,9 Millionen Euro Kosten abgebaut werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 28. März 2020 08:16 Uhr

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