Mini-Sender liefern Daten über Tierverhalten

Mini-Sender liefern Daten über Tierverhalten

Fledermaus mit Technik im Gepäck: Ein in Deutschland entwickeltes System ermöglicht Wissenschaftlern zufolge eine detaillierte Beobachtung von Wildtieren. Mit leichten Mini-Sendern, die an Tieren befestigt werden, ließen sich zum Beispiel deren soziales Gefüge, Flugbahnen und der Puls verfolgen, teilte das Naturkundemuseum Berlin am Montag mit. Das Verständnis des Wildtierverhaltens sei Grundlage für erfolgreichen Naturschutz.

Eine Fledermaus mit Bats-Trackingsystem auf dem Rücken

© dpa

Eine Fledermaus mit Bats-Trackingsystem auf dem Rücken.

Die Sender könnten Daten senden, empfangen, verarbeiten und speichern, hieß es. Das System sei bereits bei freilebenden Fledermäusen eingesetzt worden. Das Gewicht des Sensors liege bei einem Gramm. An dem Projekt BATS («Broadly Applicable Tracking System») waren nach Museumsangaben Elektroingenieure, Informatiker und Biologen verschiedener deutscher Einrichtungen beteiligt. Gelder dafür kamen etwa von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Auch international arbeiten Wissenschaftler seit einigen Jahren an Ansätzen, um mit technischen Lösungen große Datenmengen über Wildtiere zu sammeln - zum Beispiel auch in der Hoffnung, diese als Frühwarnsystem bei Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüchen zu nutzen. Auch die Überwachung von Nutztieren, etwa in Hinblick auf deren Gesundheit, gilt als Perspektive für derartige Technologien.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. November 2019 15:51 Uhr

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