Kramp-Karrenbauer: Verpflichtung zur Extremismus-Bekämpfung

Kramp-Karrenbauer: Verpflichtung zur Extremismus-Bekämpfung

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat zum Volkstrauertag am Sonntag zum Handeln gegen Extremismus und Antisemitismus aufgerufen. Dabei erinnerte sie an die Verbrechen der Nationalsozialisten und die Ermordung von Millionen Juden, die Opfer eines Systems von Hass und Tod waren. «Die Bundeswehr ist sich ihrer historischen Verantwortung vollauf bewusst», erklärte die CDU-Vorsitzende am Samstag. Die Streitkräfte verkörperten die Vielfalt Deutschlands und seien fest in der freiheitlichen Gesellschaft verankert. «Dazu gehört auch das enge Verhältnis zu den Juden in Deutschland», erklärte sie.

Annegret Kramp-Karrenbauer

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Annegret Kramp-Karrenbauer.

Kramp-Karrenbauer wollte am Sonntag auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee im Gedenken an die Soldaten jüdischen Glaubens, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind, einen Kranz niederlegen. Bei einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Bundeswehr wird sie zudem die Toten der Streitkräfte ehren. «Sie standen für die Bewahrung des Friedens», so Kramp-Karrenbauer. «Sie alle haben unserem Land gedient und dabei das höchste Gut gegeben: ihr Leben.» Seit Gründung der Bundeswehr haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums 3296 Frauen und Männer ihr Leben bei der Ausübung ihres Dienstes verloren.
Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag - immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent. Er wird in Deutschland schon seit 1919 begangen - ursprünglich, um Solidarität mit den Hinterbliebenen der Opfer des Ersten Weltkriegs zu zeigen. Inzwischen gedenkt die Bundesrepublik aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 16. November 2019 16:57 Uhr

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