Verbeamtung von Lehrern: SPD sucht gemeinsame Linie

Verbeamtung von Lehrern: SPD sucht gemeinsame Linie

Die Verbeamtung von Lehrern droht zu einem Streitthema beim SPD-Parteitag am Samstag zu werden. «Auf Dauer muss Berlin wieder mehr Lehramtsabsolventen gewinnen können. Die Rückkehr zur Verbeamtung ist dafür eine unverzichtbare Bedingung», sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die Verbeamtung sei auch ein Baustein für mehr Unterrichtsqualität, weil sich so mehr Fachlehrer finden ließen, erläuterte Scheeres.

Schulstunde

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Eine Lehrerin schreibt in einer Grundschule an eine Tafel.

Ihr Parteifreund Finanzsenator Matthias Kollatz spricht sich allerdings dagegen aus. Er bezweifelt, dass sich der Lehrermangel durch Verbeamtung beheben ließe. Auch die Berliner Jusos sind skeptisch: «Wir lehnen diese Maßnahme nach wie vor ab», so die Landesvorsitzende Annika Klose. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller und der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh sind dafür. Beim Landesparteitag dürfte das Thema entsprechend für Diskussionen sorgen - Ausgang völlig offen.
Berlin verbeamtet Lehrer bereits seit 15 Jahren nicht mehr, inzwischen als einziges Bundesland. Schon beim SPD-Parteitag im März war die Debatte darüber kontrovers. Eine knappe Mehrheit der Delegierten lehnte einen Antrag auf Wiedereinführung der Verbeamtung damals ab, votierte aber für eine Prüfung aller Varianten zur Lösung des Problems - Verbeamtung inklusive.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 25. Oktober 2019 05:29 Uhr

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