Rechte versammeln sich in Berlin: Gegenkundgebungen geplant

Rechte versammeln sich in Berlin: Gegenkundgebungen geplant

Mehrere hundert Menschen haben sich am Donnerstagmittag zum Auftakt einer Demonstration der rechten Initiative «Wir für Deutschland» vor dem Berliner Hauptbahnhof versammelt. Teilnehmer trugen neben Deutschlandfahnen etwa Schilder und Transparente mit Aufschriften wie «Anti Antifa» oder «Bruderschaft Deutschland». Auch Vertreter der Bürgerinitiative «Pro Chemnitz» und Demonstranten mit Motiven der vom Verfassungsschutz überwachten islamfeindlichen «German Defence League» waren vor Ort.

Demonstrationen am Einheitstag

© dpa

Teilnehmer der rechtspopulistischen Demonstration «Tag der Nation» ziehen mit Deutschlandfahnen durch die Stadt.

Im Laufe des Tages rechne die Polizei mit etwa 1700 Teilnehmern wie in vergangenen Jahren, sagte ein Polizeisprecher. Angemeldet waren ursprünglich 5000 Teilnehmer. Etwa 2200 Beamte sind den Angaben zufolge in Berlin im Einsatz, unterstützt durch Polizeikräfte aus anderen Bundesländern.
Am Tag der Deutschen Einheit 2018 waren etwa 2000 Rechtspopulisten und Neonazis mit der Initiative durch Berlin-Mitte gezogen. Einzelne Teilnehmer zeigten damals den Hitlergruß, Demonstranten riefen «Merkel muss weg» und «Lügenpresse».
Die Demonstranten wollten am Nachmittag über die Friedrichstraße, den Spittelmarkt und den Alexanderplatz zum Neptunbrunnen ziehen. Mehrere Initiativen und linke Gruppen haben am Nachmittag Gegenkundgebungen entlang der Route geplant. Eine Kundgebung der «Anwohnerinitiative für Zivilcourage - Gegen Rechts» an der Friedrichstraße wurde um kurz nach 13 Uhr eröffnet. An dem Aufruf hatten sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz beteiligt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. Oktober 2019 13:57 Uhr

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