Feine Sahne Fischfilet: Verstöße bei Konzert haben Folgen

Feine Sahne Fischfilet: Verstöße bei Konzert haben Folgen

Ein Konzert der linken Punk-Band Feine Sahne Fischfilet in Berlin hat nun ein Nachspiel für den Veranstalter. Bei dem Auftritt vor rund einem Monat wurden von Behörden mehrere Verstöße festgestellt. «Der Konzertveranstalter wird für Konzerte auf der Zitadelle Spandau nicht mehr zugelassen», teilte das Büro des Spandauer Kultur-Bezirksstadrates Gerhard Hanke (CDU) am Donnerstag auf Anfrage mit. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» in seinem «Checkpoint»-Newsletter über Folgen des Auftritts berichtet.

Open-Air Konzert "Feine Sahne Fischfilet"

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Jan „Monchi“ Gorkow, Sänger von Feine Sahne Fischfilet, steht auf der Bühne der Zitadelle Spandau. Foto: Christoph Soeder/Archivbild

Unter anderem sei vor dem Konzert der Band aus Mecklenburg-Vorpommern eine «ausdrücklich nicht genehmigte» politische Veranstaltung durchgeführt worden. Auch seien aus der Besuchermenge heraus Bengalische Feuer und ein Rauchwerfer eingesetzt worden, vor der Bühne sei zudem Alkohol in Glasflaschen ausgegeben worden.
Feine Sahne Fischfilet, 2007 in der Nähe von Greifswald gegründet, sind derzeit eine der erfolgreichsten deutschen Rockbands. Die sechsköpfige Gruppe engagiert sich seit langem gegen Neonazis und einen Rechtsruck in Deutschland. Vor einigen Jahren wurde die Band im Verfassungsschutzbericht von Mecklenburg-Vorpommern genannt - unter Hinweis auf Gewaltaufrufe gegen Polizisten. Im Oktober 2018 sagte die Stiftung Bauhaus Dessau ein Konzert der Musiker ab - rechte Gruppierungen hatten gegen den Auftritt mobil gemacht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. September 2019 13:00 Uhr

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