Protestaufrufe gegen Rechtspopulisten-Demonstration

Protestaufrufe gegen Rechtspopulisten-Demonstration

Gegen eine Demonstration von Rechtspopulisten und Rechtsextremisten am 3. Oktober in Berlin-Mitte wollen verschiedene Initiativen und linke Gruppen mobil machen. Im Internet gibt es zehn Tage vor dem Tag der Deutschen Einheit diverse Aufrufe zu Protesten und Gegenkundgebungen.

Demonstration gegen Rassismus

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Teilnehmer einer Demonstration gegen Rassismus gehen mit Protestschildern durch die Innenstadt. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Unter dem Motto «Den Nazis keine Mitte» ruft die Anwohnerinitiative für Zivilcourage – Gegen Rechts zu einer Kundgebung in der Friedrichstraße auf. Auf der linksextremen Internetseite Indymedia steht ein Aufruf: «Nazi-Aufmärsche am 3. Oktober in Berlin verhindern.» Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus veröffentlichte eine längere Analyse zu dem erwarteten rechten Aufmarsch.
Angemeldet bei der Polizei ist eine Demonstration der Initiative «Wir für Deutschland» mit 5000 Teilnehmern. Dass die Veranstaltung um 13.00 Uhr am Hauptbahnhof beginnen soll, wie es im Internet heißt, bestätigte die Polizei noch nicht.
Am 3. Oktober 2018 zogen etwa 2000 Rechtspopulisten und eine Reihe von Neonazis mit der Initiative «Wir für Deutschland» durch Berlin-Mitte. Einzelne Teilnehmer zeigten den Hitlergruß. Demonstranten riefen «Merkel muss weg» und «Lügenpresse». Mehrere tausend Gegendemonstranten protestierten. Die Polizei hielt die zum Teil aggressiven Demonstrationen mit einem großen Aufgebot und zahlreichen Absperrungen voneinander fern.
Am 9. November 2018 war eine weitere Demonstration von «Wir für Deutschland» kaum besucht worden. Wenige Tage danach kündigte die Initiative ihren Rückzug an. Kundgebungen mit der Parole «Merkel muss weg» würden nicht mehr organisiert, hieß es damals.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. September 2019 12:10 Uhr

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