Knast-Essen getwittert: Justiz sieht wenig Handhabe

Knast-Essen getwittert: Justiz sieht wenig Handhabe

Nach Twitter-Bildern vom Knast-Essen im Berliner Gefängnis Heidering sieht die Justizverwaltung nur geringe Chancen, dagegen vorzugehen.

Justizvollzugsanstalt

© dpa

Nach Twitter-Bildern vom Knast-Essen sieht die Justizverwaltung nur geringe Chancen dagegen vorzugehen.

«Es ist schwer zu unterbinden», sagte Justizsprecher Sebastian Brux am 22. August 2019. Handys seien im Gefängnis zwar verboten, es würden bei Kontrollen auch immer wieder Geräte eingezogen. Doch die Sanktionen müssten auch verhältnismäßig sein. Der Sprecher von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) zeigte sich erleichtert, dass keine Sicherheitsanlagen oder Namen gepostet wurden.
Zuvor hatte die «Stuttgarter Zeitung» über den ironischen Account «Gefängniscuisine» berichtet. Drapiert wurden etwa auf blauem Grund ein Brötchen, einen halbe Möhre und eine Scheibe Käse. Dazu der Text: «Rezeptideen? Ach so, habe noch Margarine.» Bei einem anderen Tweet ist ein Bild mit Nudeln, Tomatensoße und einem Becher Joghurt zu sehen. Dazu heißt es: «Für ein Kind wäre die Portion ausreichend». Es gebe keinen Anlass, an der Echtheit der Mitteilungen aus Heidering zu zweifeln, hieß es in der Justizverwaltung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 22. August 2019 15:46 Uhr

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