Elternausschuss dringt auf Strategie für Schulbau

Elternausschuss dringt auf Strategie für Schulbau

Der Landeselternausschuss in Berlin dringt auf mehr Effizienz und Transparenz beim Schulbau. «Was wir jetzt brauchen, ist eine klare Prioritätensetzung auf die Schaffung von Schulplätzen», erklärte der Vorsitzende der Elternvertretung, Norman Heise, am Mittwoch. «Nötig ist auch ein schnelleres, verständlicheres und transparenteres Berichtswesen, wo und wann Schulplätze benötigt werden und zu welchen Zeitpunkten, in welcher Anzahl, und an welchen Orten diese Plätze geschaffen werden.» Dazu bedürfe es noch besserer Abstimmung zwischen den Beteiligten auf allen Ebenen.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte am Dienstag erklärt, dass zum Schuljahr 2021/2022 bis zu 9500 Schulplätze fehlen, wenn Senat und Bezirke nicht gegensteuern. Es gehe dabei um 5900 Plätze in Grundschulen, 2900 in integrierten Sekundarschulen und 700 in Gymnasien. Die zuvor von ihrer Verwaltung kommunizierte Lücke von mehr als 20 000 Plätzen nannte sie unrealistisch. Dabei habe es sich um eine Maximalprognose als grobe Planungsgröße gehandelt.
«Die jetzt vorliegenden Zahlen geben noch kein klares Bild für die Schulen in den jeweiligen Stadtteilen und Einzugsbereichen wieder», sagte Heise. «Wir brauchen daher in den dafür zuständigen Gremien mit Elternbeteiligung auf Bezirks- und Landesebene Auskunft darüber, wie die Schulplätze geschaffen werden können.» Container in «Blech-Bauweise» etwa könnten nur kurzfristige Lösungen sein.
«Ziel ist und muss es bleiben, hochwertigen Schulraum entsprechend des Konzeptes der Berliner Lern- und Teamhäuser zu schaffen», so Heise. Fehlende Schulplätze dürften nicht weiter zu Lasten der Schüler gehen. «Volle Schulen bedeuten volle Klassenzimmer, Flure, Treppenhäuser, Toiletten, Schulhöfe, Sporthallen und Mensen. Es bedeutet kein oder zu wenig Platz für individuelle Förderung.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. August 2019 10:40 Uhr

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