Gedenkmarsch: Brockenbesteigung 30 Jahre nach Mauerfall

Gedenkmarsch: Brockenbesteigung 30 Jahre nach Mauerfall

258 Reservisten, Zivilisten und aktive Soldaten haben mit einem 7,5 bis 11 Kilometer langen Marsch auf den Brocken der friedlichen Revolution von 1989 gedacht. «Wie jedes Jahr erinnern wir an die Überwindung der Teilung», sagte Oberstleutnant Uwe Ried zu Beginn der Wanderung. Der Aufstieg von rund 500 Höhenmetern auf 1141 Meter über dem Meeresspiegel diene den Reservisten auch dazu, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.

Harzer Brockenbahn fährt hinter Wegweiser durch Fichtenwald

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Die Harzer Brockenbahn fährt hinter einem Wegweiser durch den Fichtenwald in Richtung Brocken. Foto: Swen Pförtner/Archivbild

Die Teilnehmer aus zehn Bundesländern hatten drei Routen zur Verfügung: entweder über die Brockenstraße, über die Alte Bobbahn oder über das Eckerloch. Auf der Strecke waren Versorgungsposten aufgebaut, an denen Getränke und Snacks bereitgestellt wurden.
Seit 1997 organisiert das Landeskommando mit dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (Landesgruppe Sachsen-Anhalt) den Brockenmarsch. Der Berg war jahrzehntelang ein Symbol für den Kalten Krieg und die deutsche Teilung.
Zu DDR-Zeiten wurden auf dem Brocken zum Beispiel westdeutsche Telefon- und Funkverbindungen abgehört - das Gebiet nahe der Grenze zu Niedersachsen war eine Sperrzone. Ab dem 3. Dezember 1989 war Norddeutschlands höchster Berg wieder frei zugänglich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 3. August 2019 11:20 Uhr

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