Zentralrat der Juden kritisiert «Spiegel Geschichte»-Titel

Zentralrat der Juden kritisiert «Spiegel Geschichte»-Titel

Nach kontroverser Diskussion in den sozialen Medien hat auch der Zentralrat der Juden in Deutschland die aktuelle Ausgabe des Magazins «Spiegel Geschichte» kritisiert. Mit der Auswahl des Titelbildes und dem Titel «Jüdisches Leben in Deutschland - Die unbekannte Welt nebenan» würden Klischeevorstellungen von Juden bedient, teilte der Zentralrat am Freitag bei Twitter mit. «Juden als etwas Fremdes oder Exotisches darzustellen, befördert antisemitische Vorurteile.»

Nach «Spiegel»-Angaben zeigt das Titelbild eine historische Straßenszene von 1928 vor einer Leihbibliothek in der Berliner Grenadierstraße. Eine Unternehmenssprecherin verwies am Freitag auf eine bereits am Vortag bei Twitter verbreitete Stellungnahme. «Wir zeigen auf dem Titelbild einen Aspekt aus der reichen Vielfalt der deutsch-jüdischen Geschichte, die wir in diesem Historienheft in vielen weiteren Facetten abbilden. Wir wollten damit kein antisemitisches Klischee bedienen, sollte der Eindruck entstanden sein, tut uns das leid. Das war nicht unsere Absicht», heißt es darin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. August 2019 16:50 Uhr

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