Zunehmend Diskriminierungen an Schulen erfasst

Zunehmend Diskriminierungen an Schulen erfasst

Es geht um Herkunft, Religion, Behinderung oder sexuelle Orientierung: Berliner Schüler haben in den vergangenen Jahren zunehmend Diskriminierungen gemeldet. Im Schuljahr 2018/19 wurden der Antidiskriminierungsbeauftragten 258 Beschwerden bekannt - nach rund 190 und rund 150 in den vorigen Schuljahren. Das geht aus einer Antwort der Bildungsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Abgeordneten Bettina Jarasch und Sebastian Walter hervor. Darüber berichtete die «Berliner Morgenpost» (Mittwoch).

Klassenzimmer

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Die Tafel in einem Klassenzimmer. Foto: Fabian Sommer/Archivbild

Seit 2016/17 nahmen vor allem Beschwerden über das Verhalten von Lehrern zu - die Zahl verdoppelte sich auf 96. Aber auch 18 Lehrer meldeten sich im zu Ende gegangenen Schuljahr, weil sie sich diskriminiert sahen - dreimal so viele wie zwei Jahre zuvor.
Der Anstieg der Fallzahlen sei ein Vertrauensbeweis für die bisherige Antidiskriminierungsbeauftragte Saraya Gomis, teilten die Grünen-Abgeordneten Jarasch und Walter mit. Gomis hatte kürzlich nach drei Jahren im Amt ohne Nennung von Gründen ihren Rückzug erklärt. Ihr Nachfolger wird ab Anfang August der Lehrer und Vorstandschef der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) Dervis Hizarci. Um die Meldebereitschaft künftig weiter zu erhöhen, sei es unter anderem nötig, die Befugnisse des Beauftragten «zur Unterstützung, Beratung und Intervention» auszuweiten, so die Grünen-Politiker weiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. Juli 2019 17:20 Uhr

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