Merkel für globale Vernetzung der Wissenschaft

Merkel für globale Vernetzung der Wissenschaft

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, die grenzüberschreitende Vernetzung der Wissenschaft zu fördern. Das sei eine wichtige Grundlage zur Lösung globaler Herausforderungen wie Klimawandel oder Digitalisierung, sagte Merkel am Mittwoch auf einer Veranstaltung der Humboldt-Stiftung an der Freien Universität Berlin. «Doch wir müssen feststellen, dass dieser multilaterale Ansatz seit geraumer Zeit immer wieder in Frage gestellt wird.» Das müsse allen, die sich der Vielfalt globaler Wechselwirkungen bewusst seien, große Sorgen machen, so Merkel.

Angela Merkel (CDU)

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an der Eröffnung der Jahrestagung der Humboldt-Stiftung teil. Foto: Wolfgang Kumm

In einer globalisierten Welt stehe Deutschland zunehmend im «Wettbewerb um kluge Köpfe», betonte die Kanzlerin. «Wir brauchen jedes Talent.» Deutschland habe 2017 erstmals drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Forschung und Entwicklung investiert. «Jetzt visieren wir als Ziel 3,5 Prozent an, denn wir wissen: Israel, Südkorea und andere liegen heute schon über dem Drei-Prozent-Ziel», sagte sie.
Merkel lobte die Humboldt-Stiftung dafür, ein großes internationales Netzwerk in der Wissenschaft geschaffen zu haben, das führende Forscher nach Deutschland bringe. Zur Jahrestagung der Stiftung treffen sich zurzeit rund 800 Wissenschaftler aus aller Welt in Berlin.
Die Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forschern. Mit ihren Stipendien werden ausländischen Wissenschaftlern Aufenthalte in Deutschland ermöglicht, deutsche Forscher wiederum können ein Projekt bei einem von 29 000 Alumni der Stiftung im Ausland umsetzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 26. Juni 2019 18:40 Uhr

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