Länderübergreifendes Programm zum Schutz der Elbe-Lachse

Länderübergreifendes Programm zum Schutz der Elbe-Lachse

Der Elbe-Lachs erhält Beistand über die Ländergrenzen hinweg. Am Mittwoch startete in Bad Schandau (Sächsische Schweiz) das Lachsprogramm «Salmo albis», mit dem die Elbeanrainer von Tschechien bis Niedersachsen künftig ihre Bemühungen zum Schutz der Lachse koordinieren. Das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie erinnerte daran, dass in den Elbe-Ländern seit vielen Jahren schon regionale Programme zur Wiederansiedlung der Lachse laufen.

Junge Lachse

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Junge Lachse schwimmen in einem Becken. Foto: Peter Gercke/Archiv

Von vielen Nebenflüssen der Elbe würden inzwischen regelmäßig Erfolge solcher Wiederansiedlungsprojekte gemeldet, hieß es: «Lachs und Meerforelle sind heute wieder Bestandteil der Elbfischfauna, aus der sie fast 50 Jahre verschwunden waren.» Um ausreichende Bestände aufzubauen und die Rückkehr der Großsalmoniden unumkehrbar zu machen, müssten die Elbe und ihre Nebenflüsse als Ganzes betrachten werden.
Vor der Industrialisierung zählten Lachse neben Meerforellen zu den wichtigsten Fischarten der Elbe und ihrer Nebenflüsse. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt der Lachs hier als ausgestorben. Die Bestände der Meerforellen waren bis auf Reste in küstennahen Nebenflüssen geschrumpft. Seit 1984 gab es in Niedersachsen und Schleswig-Holstein erste Bemühungen, die Salmoniden wieder in die damals noch stark mit Abwasser belastete Elbe zurückzubringen. 1994 begann das sächsische Lachsprogramm.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. Juni 2019 11:00 Uhr

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