Kritik aus der AfD-Jugend: Klimapolitik und mehr Lächeln

Kritik aus der AfD-Jugend: Klimapolitik und mehr Lächeln

Der Vorsitzender der AfD-Nachwuchsorganisation in Berlin, David Eckert, hat die Partei nach der Europawahl zum «Kurswechsel» aufgefordert. In einer Botschaft an den Landesvorstand der AfD schrieb der Chef der Jungen Alternative: «Die AfD muss in der Außendarstellung personell freundlicher werden.» Anders als bei den Grünen seien die Sympathiewerte für AfD-Politiker «durchgehend mangelhaft». Die AfD müsse außerdem «jünger werden», das Thema Klimawandel und Umweltschutz «muss von uns stärker besetzt werden». Die AfD zieht bislang entgegen dem wissenschaftlichen Konsens den vom Menschen verursachten Klimawandel in Zweifel.

Der Berliner Fraktionschef und stellvertretende Bundesvorsitzende, Georg Pazderski, erklärte auf Anfrage: «Die AfD wird sich in ihren Gremien ausführlich mit dem Ausgang der EU-Wahl befassen.» Dabei werde man «alle Aspekte und Sichtweisen» diskutieren. Die AfD hatte bei der Wahl zum Europäischen Parlament am vergangenen Sonntag bundesweit elf Prozent der Stimmen erhalten. Das lag unter dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl von 12,6 Prozent, aber über dem Ergebnis der Europawahl von 2014 (sieben Prozent). In Berlin kam sie auf 9,9 Prozent.
Die Junge Alternative wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als «Verdachtsfall» im Bereich des Rechtsextremismus eingestuft. In einem Gutachten, in dem der Inlandsgeheimnis diese Einschätzung begründet hat, findet sich auch ein Zitat von Eckert bei einer Wahlkampfveranstaltung im Jahr 2016. Damals sagte er laut Gutachten: «Deutschlands Straßen verkommen zum Freiluft-Bordell für eingewanderte Vergewaltiger, und die Politik schaut tatenlos weg.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. Mai 2019 11:40 Uhr

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